HOFFMANN-Druckbandfilteranlage 3 x DBF 3,0
Aufgabenstellung:
Planung, Konstruktion und Lieferung einer "schlüsselfertigen" zentralen Filteranlage auf "grüner Wiese" für eine neue Produktionshalle zur Versorgung von 10 - 12 Bearbeitungszentren mit feingefilterter Emulsion ohne Verwendung von Filtervlies.
Kenndaten |
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Kühlschmierstoff: |
mineralölhaltige Emulsion |
Bearbeitungsart: |
fräsen und schleifen |
Werkstück: |
Turbinenschaufeln |
Schleifmittel: |
Korund-Schleifscheiben mit kontinuierlichem |
Kühlmittelbedarf: |
je Maschine 140 l/min mit 70 bar und 200 l/min |
geforderte Filterfeinheit: |
10 µ |
Verfügbarkeit: |
96 % |
Ausführung:
In einem separaten, eigens für diesen Anwendungszweck erbautem Filtergebäude wurden 3 zentrale Druckbandfilteranlagen mit je einer Filterleistung von 1.360 l/min und einer Filterfläche von je 3 m² aufgestellt. Jede Filteranlage versorgt 4 Bearbeitungsmaschinen über eine zentrale Ringvorlaufleitung. Vor jeder Bearbeitungsmaschine ist eine Hochdruckpumpe für die Versorgung von 140 l/min montiert. Die Einspeisung erfolgt über die Vorlaufringleitung. Bedingt durch das Hochgeschwindigkeitsschleifen und das permanente Abrichten werden nur feinste Schmutz- und Korundpartikel produziert. Zur Erreichung der Filterfeinheit wird der Druckbandfilter mit einem Filterhilfsmittel dünn angeschwemmt.
Die verschmutzte Emulsion wird über eine Rückpumpstation in den Schmutzbehälter der Filteranlage gepumpt. Zur Vermeidung von Schmutzablagerungen und zur Vermeidung von frühzeitiger Bakterienbildung wurden nur runde Behälter mit konischem Boden eingesetzt.
Je ein HOFFMANN- Durchlauf-Rückkühler mit einer Kälteleistung von 100 KW sorgt für eine gleichbleibende Emulsionstemperatur.
Ein Ölabscheider sowie ein Emulsionsmischgerät runden die kontinuierliche Emulsionspflege ab.
Alle Arbeitsprozesse sind SPS (Siemens Simatic) gesteuert und überwacht. Die einzelnen Komponenten sind durch ein gebäudeübergreifendes Feldbussystem (Profibus) miteinander verbunden.
Visualisierungsgeräte (Siemens Operationpanel) an allen Komponenten sorgen für die Übersicht der laufenden Prozesse, sowie Diagnose und Parametriemöglichkeiten. Die Ferndiagnose erfolgt über ein eingebautes Modem.
Ergebnis:
Unter Berücksichtigung von geringstem Filterhilfsmittelverbrauch wird dauerhaft trotz sehr hohem Korundanteil eine Filterfeinheit < 10 µ erreicht. Bedingt durch die permanente Überwachung der Emulsion und durch das Vermeiden von Schmutz- bzw. Bakteriennestern in den Maschinen, Rückpumstationen, Filterbehältern und Rohrleitungen ist die Erstemulsion seit Langem im Einsatz.
Die Oberflächenqualität der bearbeiten Turbinenschaufeln ist von Beginn an erreicht worden. Die Wartungskosten werden vom Betreiber als ausgesprochen niedrig eingestuft.




